FaustIII Rechercheprojekt

Silke Rudolph

fAUstIII rechercheprojekt


DER KÖRPER - WILLE, VORSTELLUNG und IRRTUM - wie wird die Welt in 200 Jahren sein?

Heute scheinen wir alles sein und werden zu können - immer mehr Krankheiten heilen, "Defizite" ausgleichen, Körpermerkmale und Identität verändern, neue Sinne erfinden. Wird Diversität die Norm sein? Oder verschwindet Diversität - durch die  Pränataltests, Implantate und Prothesen unter dem Dogma einer ökonomisch verwertbaren Norm? Für Eingriffe in die Natur des Körper müssen Widerstände überwunden werden. Wovon träumen Menschen, die sich täglich diesem Widerstand aussetzen, die mit technisch erweiterten, reparierten, optimierten oder verwandelten Körpern leben, wie sehen sie die Zukunft? Wie sieht die Welt aus, in der sie leben wollen, wie lautet ihre Botschaft?

FRAGEBOGEn

Fragen „Der Körper – Wille, Vorstellung, Irrtum“

von Wille Felix Zante, Silke Rudolph, Sophia Barthelmes

 

INFORMATION

 

Ausgangsmaterial des Fragenkatalogs sind u.a. Goethes Faust I und II. Die Fragen springen daher etwas kreuz und quer durch Welt- und Glaubensfragen und persönliche Vor- und Einstellungen und können dabei Themen betreffen, die mit Faust zu tun haben aber auch ganz anderes :)

 

 

FRAGEN

 

1) Wie definierst Du Dich selbst? // wie würdest du dich selbst bezeichnen, wie nennen? Wie ist es zu dieser Definition gekommen? 


2) Wärst Du gerne jünger oder älter?


3) Was verbindest Du mit dem Begriff Traumpartner?


4) Ist Exzess für Dich interessant?


5) Was reibt Dich auf? Wo besteht für Dich ein Mangel? Was fehlt Dir?, Was treibt Dich an?

 

6) Hast Du Dich schon einmal schuldig gemacht? Was ist für Dich Schuld, gibt es etwas belastendes, wie gehst Du damit um? Verdrängen – Lösung – akzeptieren?

 

7) Wenn Kerker, siehst Du Dich dann eher im Kerker oder vor dem Kerker – Insasse oder Besucher? Oder Vollstrecker?

 

8) Welchen Wert hat Geld für Dich? Oder materieller Besitz?

 

9) Hast Du schon mal Macht missbraucht?


10) Wie stehst Du zu Technik? Vor- und Nachteile? Würdest Du Deinen Körper mit Technik verändern oder tust Du das? Was würdest Du verändern / veränderst Du? Hast Du eine enge Beziehung zu Technik?


11) Macht Technik Freiheit größer? Was ist die Kehrseite dieser Freiheit? 

 

12) Welches Körpererleben war oder ist für Dich das Skurrilste, Schönste, Besonderste?

 

13) Wovor hattest Du früher am meisten Angst? Wovor hast Du jetzt am meisten Angst?

 

14) Welcher Klasse ordnest Du Dich zu, wie schätzt Du Deine Handlungsfreiheit ein, dein Maß an Selbstbestimmung? Wo verortest Du Dich innerhalb des Systems des globalisierten Kapitalismus?

 

15) Woran glaubst Du?

 

16) Wo verläuft für Dich die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit?

 

17) Wo sind für Dich die Möglichkeiten und Grenzen des Menschseins?

 

18) Wer sind Deine rolemodels, Vorbilder, bewunderte Personen?

Wer sind für Dich die treibenden Personen unserer Zeit? Die herausragenden Persönlichkeiten unserer Zeit?

 

19) Wofür gibst Du Geld aus?

 

20) Worauf stehst Du – Musik, Filme, Bücher, Mode etc. - Rechnest Du Dich einer Gruppe oder Szene zu? Welcher? Warum?

 

21) Wovon hast Du früher geträumt? Was wolltest Du als Kind und Jugendlich*er werden?

 

22) Liebst Du Deine Mutter?

 

23) Wenn Du es entscheiden könntest, was wünschtest Du Dir, wie sollte die Welt in 200 Jahren sein? Was glaubst Du, wie ist die Welt in 200 Jahren?

 


1. sAMmeln - Interviews, Bilder, Dokumente, Spuren

dreizehn Menschen haben den Fragebogen beantwortet:

knallharter

Urknall

theoretiker

k

e

i

n

Karriere

Mensch

outside and

looking in

wohl 

irgendwas


dazwischen

Manns

Mädchen

jA, das ist ja die Sexualität auf der Welt, das ist ja etwas, man ist ja von seiner Sexualität auch abhängig


iCH definiere mich viel über meine Prinzipien.


dEN Herzschrittmacher mit dem ich noch ein bisschen länger leben könnte, den würde ich auf jeden Fall nehmen, klar. Ich nehme ja auch die neue Leber. Aber wie gesagt, das Leben muss endlich sein, sonst ist es nicht das Leben.


dER Körper ist nicht dafür darum würde ich mich auch im Gesicht nicht großartig operieren lassen, ich bin halt vom Denken sehr weiblich und das will ich auch im Körper ausdrücken. Aber ein falsches Idealbild zu haben wie Barbie auszusehen, das finde ich dann wieder zu exzessiv, zu übertrieben. Das passt nicht

aLS man mir gesagt hat, ich würde eine Transplantation brauchen, habe ich erstmal abgelehnt. So eine große Geschichte, bissel: "mein Leben ist es nicht wert, mit so einer aufwen-digen Geschichte gerettet zu werden".

iCH habe häufiger darüber nachgedacht, dass ich mich  im englischsprachigen Raum eher als queer bezeichnen würde, aber in deutsch bin ich eine Frau, die wohl nicht immer eine Frau ist

dASLeben macht das Leben erst lebenswert, dadurch, dass es endlich ist.

Probebühne Gängeviertel
PB 1
DSC08821
DSC08826
DSC08823
DSC08824
DSC08825
DSC08843
IMG_7742